Hi-tech-Betrug beim Pokern: Halbe Million Beute!
Ausgerüstet mit High-Tech- Instrumenten, die an 007-James Bond erinnern, haben 3 Chinesen beim Poker in Londoner Casino rund 500.000,00 Euro ergaunert! Das Trio muss sich jetzt vor Gericht verantworten.
Die beiden Männer und eine Frau hatten sich raffiniert mit Mini-Videokameras und Kommunikationsmitteln neuester Bauart "verdrahtet", und mit diesen Mitteln beim Pokern auf betrügerische Weise rund eine halbe Million Euros bei verschiedenen Casinos "gewonnen". Das System der Drei war wirklich narrensicher und die Arbeitsteilung perfekt: Während ein Spieler am Pokertisch heimlich die Karten beim Geben filmte, identifizierte der zweite Gauner in slow-motion die Karten auf einem Monitor in einem Lieferwagen vor dem Casino, während der dritte Partner als Hauptspieler jeweils die nächsten Tipps in ein "Hörgerät" durchgegeben erhielt. Dabei fungierte die Dame als Kamerafrau, die winzige Optik im Ärmel oder ihrer Handtasche versteckt.
Allerdings beging das Team einen einzigen, aber fatalen Fehler: Yau Lam (45), Fa Tsang (41) und Bit Wong (39) waren einfach zu gierig. Ihre "Glückssträhne" fiel dem Casinopersonal nach einer Weile natürlich auf, und prompt begannen die Glücksspiel-Spezialisten von Scottland Yard sich dieser merkwürdigen Zufälle anzunehmen. So viel "Glück" war natürlich nicht von rechten Dingen- von 44 Runden verloren die High-Tech-Fans nur ganze 10! In knapp 50 Minuten kamen so über 10.000,00 Gewinn zusammen.
Trotz dieser prächtigen Summen wird das Urteil nach englischem Recht mit einer Bewährungsstrafe sehr mild ausfallen. Vorsichtshalber hat man die Zocker allerdings schon jetzt auf 2 Jahre aus allen britischen Casinos verbannt.
Bilder:
1. Blick von der Überwachungskamera auf die beiden Betrüger
2. So sah die Kamera im Ärmel die Karten
3. In diesem Lieferwagen hat der Dritte Mann die Karten auf dem Monitor erkannt.
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